Über die Sechste Herren vom FC St.Pauli

Die Sechste Herren vom FC St.Pauli hat sich im Jahre 2001 zusammen gefunden. Anfangs, noch ein bunt zusammen gewürfelter Haufen aus Leuten, die beim FC St.Pauli Fussball spielen wollten, hat sich die Mannschaft zu einer der Spielstärksten Mannschaften der Herren Mannschaften beim FC St.Pauli entwickelt.

Saison 2001/2002:
Die erste Saison ist man zur Winterpause ausser Konkurenz in der Unteren Herren HC gestartet. Doch konnten wir keine richtigen Erfolge feiern.

Saison 2002/2003:
In der darauf folgenden Saison konnte man unter der Leitung von Horst Fröhlich eine deutliche Steigerung erkennen und landete am Ende der Saison immerhin auf einem guten 3. Platz.

Saison 2003/2004:
Nachdem Horst Fröhlich uns den Rücken kehrte und bei Ahrensburg anheuerte, waren wir wieder ohne "richtigen" Trainer.
Es bot sich aber Manfred (Manni) Heinzinger an, bei uns den Spielertrainer zu machen. Mit ihm starteten wir sehr schlecht in die Saison
konnten aber den 7. Platz (von 11) machen.

Saison 2004/2005:

5.Platz. Durchwachsene Saison. Danach viele Abgänge.

Saison 2005/2006:

9.und letzter Platz in der HC05 mit nur 9 Punkten. Scheiss Saison.

Saison 2006/2007:

Meister der HC06 und Aufstieg in die HB. Am letzten Spieltag konnte durch einen Sieg, den bis dahin Erstplatzierten Lorbeer, durch ein besseres Torverhältnis eingeholt werden. Aufstiegsspiel im Millerntor.

Saison 2007/2008:

Erste Saison in der HB. Am Ende ein guter 5. Platz und das Pokalaus im Achtelfinale.

Saison 2008/2009:

Torhüter v.l.: Jens Bergmann, Simon Hagmann, Christoph Sondag. Mittlere Reihe v. l.: Rasmus Hävecker, Daniel Müller, Maius Jörger, Marc Ditschke, Jens Hinrichs, Jasper-Wu Laudenbach, Dominik Matzner, Matthias Hawerkamp. Hintere Reihe v.l.: Michael Schirmer, David Fortmann, Alex Rosenplänther, Jochen Oexmann, Tim Wilhelm, Sebastian Hüer, Kai Simons, Marco Ahlden, Arrien Pauls, Uli Goethe. Auf den Schultern v.l.: Paul Schönberg, Johannes Franz

Bis vor drei Jahren war es trotz viel Leidenschaft und Talent der beteiligten Akteure niemals wirklich eine Freude gewesen, den 6. Herren sonntags bei ihren Auftritten auf den Plätzen an der Feldstraße zuzuschauen. Zu unstrukturiert und toranfällig agierte die Mannschaft in dieser Zeit und konnte nur selten Erfolge auf dem Platz feiern. Die Folge war das Tabellen-Niemandsland in Liga C und manchmal ein schon beinahe mitleidiges Lächeln als Empfang für unsere Boys in Brown bei den Auswärtsspielen etwa in Bergedorf, Altengamme oder den Nachbarn von der Sternschanze. Diese Tage scheinen jedoch endgültig gezählt, wie unser Team mit einer beispiellosen Serie von 24 Pflichtspielen ohne Niederlage zurzeit jedes Wochenende neu unter Beweis stellt. Das wirklich Bemerkenswerte an dieser Geschichte sind allerdings nicht allein die fußballerischen Erfolge, sondern vielmehr die Art und Weise, wie diese neue Stärke aus der Mannschaft selbst gewachsen ist.
Nach einem packenden Zweikampf an der Tabellenspitze mit der 3. Mannschaft des FTSV Lorbeer schafften die 6. Herren in der Saison 2006/07 den Aufstieg in Liga B. Das letzte und entscheidende Spiel trug man vor den Augen vieler Fans und Freunde auf dem heiligen Rasen des Millerntor-Stadions aus, anschließend feierte man zusammen mit dem Gegner und den Zuschauern einen gebührenden Saisonabschluss. Im darauffolgenden Jahr gelang eine solide Positionierung im Mittelfeld der Tabelle, wichtiger als das Saisonresultat war jedoch der mannschaftsinterne Diskurs darüber, wie man das Gesicht der Truppe in den kommenden Spielzeiten gestalten wolle. Es setzte sich die Meinung durch, das Profil der „Thekenmannschaft“ abzulegen und stärker ergebnisorientiert Fußball spielen zu wollen. Dies ließ verständlicherweise Befürchtungen laut werden, dass Konkurrenzgedanke und Leistungsprinzip die sehr kameradschaftliche Atmosphäre ablösen könnten.
Die neue Spielzeit begann mit einer großartigen Siegesserie, welche Vielen als Bestätigung für eine richtige Weichenstellung erschien. Mit dem Weggang von Spielertrainer Arne Ewald in Richtung der Hauptstadt bot die Neubesetzung des Trainerpostens die Möglichkeit, auch die unbeliebten Entscheidungen in puncto Startelf in die Hände eines objektiven Beobachters zu legen. Mit Michael Schirmer (33), seines Zeichens Diplompsychologe und Leiter versch. Coaching-Seminare auch im Bereich Fußball, fand man zu Beginn der Saison 2008/09 den geeigneten Mann. Unter seiner Leitung konnten die 6. Herren ihre vielversprechenden Ansätze in eine flexible Spielkultur ummünzen, wobei u.a. einige der Offensivkräfte auch das defensive Potential ihrer Position kennenlernten. Ein gesundes Maß an Disziplin im Mannschaftsgefüge sowie während der beiden wöchentlichen Trainingseinheiten zeigte dann auch die gewünschte Wirkung: seit dem 4. Spieltag Ende September standen die 6. Herren ununterbrochen an der Tabellenspitze und sicherten sich vergangenes Wochenende im Spiel gegen die 5. Mannschaft der Sternschanze den zweiten Meistertitel in drei Jahren. Glückwunsch, Jungs! Besonders erfreulich ist aber, dass die Truppe auch nach diesen Phasen der Neustrukturierung im Kern wirklich die Alte geblieben ist und dabei die unterschiedlichsten Charaktere im Sport zusammenbringt. Ein Blick in die (oftmals noch kurzen) Lebensläufe der Spieler erscheint wie ein Spiegelbild des Gesichts unseres geliebten Viertels: vom Kneipenbesitzer über den Möbelpacker und vom Grafikdesigner bis zum Philosophie-Studenten tummelt sich einfach alles im Kader des neuen A-Ligisten.
Dass zudem bei allem Willen zum Erfolg auch der Spaß nicht zu kurz kam, zeigte sich während der Mannschaftsfahrt Ende Oktober 2008 nach Budapest. Dort tauschte man Wimpel vor einem Freundschaftsspiel gegen einen international besetzten ungarischen Verein. Das völkerverständigende Match konnte mit denkwürdigen 7:4 Toren gewonnen werden, danach blieben der Mannschaft noch ein paar Tage, um die Stadt und ihre heißen Thermen zu genießen. Die letzten Wochen der Saison 2008/09 wird sich die Mannschaft nun allerdings noch einmal auf den Heino-Gerstenberg-Pokal konzentrieren, wo nach dem Einzug ins Pokalfinale sogar noch das Double möglich scheint. Forza!