Heimspiel gegen Wellingsbüttel

Bild von Simon

St. Pauli bleibt Teil der Spitzengruppe - in letzter Minute

Nach einer halben Stunde schon schien gestern Abend an der Feldstraße alles klar. Die Partie gegen die Gäste aus Wellingsbüttel lief nach Maß und die Boys in Brown kickten bereits mit einer winterlich-gemütlichen 2:0 Führung im Rücken. So hatte es Coach Tim Wilhelm auch vorausgesehen und von seiner Truppe vor Anpfiff des Spiels gefordert: "Wir sind gut drauf und wollen sechs Punkte aus den letzten beiden Partien mitnehmen. Heute werden wir gewinnen." Für die klare Vorgabe und das Selbstvertrauen des Mannschaftshirten gab es zahlreiche Gründe. Zum einen gab David "Cäpt'n L.O.V.E" Fortmann nach seiner langwierigen Armverletzung sein Comeback, zum anderen war seit langem einmal wieder die SHOR (Sechste Herren Online Redaktion) vor Ort - und der sollte was geboten werden! WEITERLESEN KLICKEN

Gleich von Beginn an sah das Zuckerwatte mampfende Dom-Publikum eine wache und engagierte Kieztruppe. Der in Grün aufspielende Gegner fand keine Gelegenheit ins Spiel zu finden, bereits in der 11. Minute war es Stürmer Kai "der Mama sein Sohn" Simons, der nach einem Boomerang-Abschlag allein auf den gegnerischen Torhüter zulief, dann aber seinen Schuss verzog. Kurz darauf ein erstes Lebenszeichen der Wellingsbüttler. Ein kontrollierter Doppelpass in Strafraumnähe führte zu einem ersten, wenn auch relativ harmlosen Abschluss. Insgesamt konnte Pauli jedoch in der ersten Viertelstunde mit gutem Stellungsspiel und aktiven Vorstößen über die Außen den Gegner in seiner Hälfte des Platzes einschnüren.

Folgerichtig der Führungstreffer für die Freibeuter der Unteren Herren in der 18. Minute. Nachdem der sehr aktive Alex "tüfftüff" Rosenplänther per Diagonalball auf der rechten Seite bedient worden war, legte dieser den Ball scharf in den Strafraum quer. Dort stand Stürmer Kai goldrichtig und humpelte & rumpelte das Leder in die Maschen. Die verdiente Führung!

1:0

Weiter folgte ein Spiel in eine Richtung und die führte weg von Torhüter Christoph "Locke" Sondag's Kasten und hin zum zweiten Tor des Abends. Nach gewohnt kämpferischer Balleroberung im Mittelfeld war es Olli "die Maske" Wolff, welcher sich aus knap 20 Metern ein Herz fasste und einen harten Schuss leicht abgefälscht in die rechte obere Ecke drosch. Dem machtlosen Wellinghusener Torhüter blieb nur das Nachsehen...

2:0

Die Zweitoreführung ging zu diesem Zeitpunkt in jeder Hinsicht in Ordnung. Engagiert und lauffreudig waren die Gastgeber in fast jeder Hinsicht überlegen. Aber die Sechsten Herren wären nicht die Sechsten Herren, wenn sie nicht auch gewisse Macken hätten... und so lehnte man sich nach der komfortablen Entwicklung des Spiels erst einmal ein wenig zurück. Nach etwa einer halben Stunde fanden die Gäste besser ins Spiel und wurden nicht mehr so konsequent attackiert wie noch in der ersten Phase der Partie. Wellingsbüttel schöpfte Selbstvertrauen und konnte kurz vor dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer durch eine Flanke nach kurz ausgeführtem Eckball markieren. Sträflich frei köpfte ein grüner Offensivmann die Pille am langen Pfosten ins Netz.

2:1

Halbzeit. Der späte Anschlusstreffer darf als glücklich bezeichnet werden, doch hatte St. Pauli nach starkem Beginn spielerische Konsequenz vermissen lassen. Während sich die Presseabteilung um Nachschub an gebrannten Mandeln kümmerte, bereiteten sich beide Mansnchaft im Kabinentrakt auf Hälfte Zwei vor...

Und schon rollte das Leder wieder und Ex-Spielmacher Arne "Solidarität" Ewald wusste, was seine Kameraden nun auf den Platz bringen mussten: "...Spielkultur und Kampf!". Und tatsächlich, St. Pauli begann erneut vielversprechend und konnte zwei-, dreimal gefährlich gegen nun weit aufgerückte Wellingsbüttler kontern. Doch fehlte vor dem gegnerischen Kasten stets die letzte Konsequenz für Treffer Nummer drei. Und auch das Nachrücken der hinteren Manschaftsteile war nicht dynamisch genug, um den Gästen den (fußballerischen) Todesstoß zu versetzen. Wellingsbüttel ergriff darauf ab der 60. Minute die Initiative und fightete sich trotz mangelnder Torgefährlichkeit zurück in die Partie. Mittlerweile waren für Alex und David die bis dahin zum Sitzen verdammten Andi und Martin ins Spiel gekommen, um so neuen Druck auf Ball und Gegner zu generieren.

Das Spiel war nun allerdings eher arm an Höhepunkten und verflachte zusehends aufgrund von Unkonzentriertheiten und kleinen Fouls. Die Dominanz der Hausherren war verpufft, gleichzeitig gewährte die starke Defensive um Stephan "Grätschenundgrätschenlassen" Rüsch dem Gegner kaum nennenswerte Offensivakzente. An der Linie verdüsterten sich die Mienen der Pauli-Anhängerschaft allerdings zusehends, zu präsent waren noch einige in der Schlussphase vergeigte Dreier der Vorsaison... und wirklich! In der 85. Minute, Jannes war inzwischen für Marco "Konoten" Ahlden gekommen, dann der befürchtete Ausgleichstreffer. Eine Ecke segelt an Mann und Maus vorbei an den zweiten Pfosten, wo das Unheil in Grün dann vollstreckt wird.

2:2

War's das? Nein, noch lässt der Unparteiische einige Minuten spielen und gibt den Hausherren die Möglichkeit zur Wiedergutmachung. Diese packen die Extraration Traubenzucker aus und stürmen nach vorne. David betritt erneut das Spielfeld, auch Rasmus "Havok" Hävecker wirbelt mittlerweile auf der linken Angriffsseite. Dann, schon läuft die letzte Spielminute, dringt Sturmtank Kai noch einmal in den Strafraum ein, wird leicht abgedrängt - der Ball kullert ins Aus - ein Pfiff! Doch Eckball? NEIN, Strafstoß! Und als die aufgeregten Proteste der Wellinghusener einige Minuten später schließlich abgeebbt waren, ballerte Mazlum "der Bulle vom Bosporus" Yesilmen das Runde ins Eckige!

3:2

Abpfiff

Aber was war da passiert? Die SHOR fragte nach dem Abpfiff nach und bekam folgende Antwort vom Unparteiischen Can "schnackender Kranich" Sünbül: "Der verteidigende Spieler ist mit erhobenem Bein und damit gefährlich in den Laufweg des Stürmers eingedrungen. Der musste ausweichen und konnte deshalb die günstige Chance zum Torabschluss nicht nutzen. Ich stand sehr gut, deshalb habe ich Elfmeter wegen gefährlichen Spiels gepfiffen."

Fazit

Was St. Pauli in der ersten halben Stunde zeigte, war meisterwürdig. Der Rest leider nicht. Trotz großen Einsatzes und viel Laufarbeit konnte die Mannschaft nicht ihr bestes Spiel über 90 Minuten zeigen, dafür fehlte das Quentchen Cleverness und Ruhe. Zugegeben, diese Messlatte ist hoch angesetzt - aber wie sonst kann das Starensemble um Kapitän Gorden "Malle" Maschwitz noch weiter angestachelt werden? Am Ende waren die drei Punkte etwas glücklich, unterm Strich allerdings nicht unverdient. Die SHOR hat es gefreut, endlich einmal wieder in die Tasten greifen zu dürfen!

FORZA BRAUN-GRÜN-WEISS!!!

Bild von Christoph

Ist das eigentlich

Ist das eigentlich Zufall,
dass Du den Text genau um 19:10Uhr eingestellt hast..?

Bild von Simon

Adlerauge

Bei der SHOR ist nichts Zufall.

Bild von Coach

Tränen in den

Augen, vor allem beim "schnackenden Kranich".

Auch in Punkto taktische Spielanalyse durchaus treffsicher.

Merci

...und Condor schlägt Niendorf (Tabellenspitze in Sicht!!!)

Bild von Paulo Pinkel

wie live dabei.

SH "du alte Schlange" OR

danke simon!!!!!!